Eine Verengung der Halsschlagader verläuft oft lange unbemerkt. Wenn die Verengung jedoch nicht rechtzeitig erkannt wird, kann dies zu einem schweren Schlaganfall führen. Bei einer relevanten Verengung ist eine Operation zur Vorbeugung eines Schlaganfalls sinnvoll.
Daher ist es wichtig, regelmäßige Untersuchungen der Halsschlagader durchzuführen, um eine Verengung frühzeitig zu erkennen. Eine schonende und sichere Methode dafür ist der Gefäß-Ultraschall. Im Falle einer relevanten Verengung sollte eine Operation zur Vorbeugung eines Schlaganfalls durchgeführt werden. Der Eingriff erfolgt über einen kleinen Schnitt am Hals und dauert in der Regel etwa eine Stunde. Auf Wunsch kann die Operation auch unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden.
Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) ist eine Erkrankung der Arterien, die zu Durchblutungsstörungen und Schmerzen beim Gehen führt. Wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt, kann es zu chronischen Wunden oder sogar zum Verlust von Extremitäten kommen. Eine rechtzeitige Diagnose und eine Anpassung des Lebensstils sowie eine medikamentöse Therapie können in vielen Fällen eine Operation vermeiden. Falls doch eine Operation notwendig ist, kann die Behandlung minimalinvasiv durchgeführt werden oder eine offene Operation erforderlich machen. Typische Eingriffe sind Rekonstruktionen der Leistenarterien oder periphere Bypassoperationen.
Ein Aneurysma der Bauchaorta wird häufig zufällig entdeckt und unter bestimmten Voraussetzungen vorbeugend operiert, um eine lebensgefährliche Ruptur zu verhindern. Man unterscheidet offen chirurgische von interventionell-endovaskulären Verfahren. Bei der offenen Operation wird das Aneurysma durch eine Gefäßprothese ersetzt. Bei der endovaskulären Methode wird über eine Punktion oder einen kleinen Schnitt in der Leiste eine Stentgraftprothese in die Bauchaorta eingebracht, die das Aneurysma ausschaltet.
Krampfadern sind eine Erweiterung der oberflächlichen Venen, die typischerweise an den Beinen auftreten. Symptome können schwere und müde Beine, Ödeme, Schmerzen und Juckreiz sein. In leichten Fällen wird eine konservative Behandlung empfohlen, wie das Tragen von Stützstrümpfen und das Hochlegen der Beine. Bei Bedarf kann eine chirurgische Behandlung durchgeführt werden, bei der die Krampfadern entfernt oder verschlossen werden. Nach dem Eingriff sind die Patienten meist rasch wieder mobil und können in der Regel am selben oder nächsten Tag entlassen werden.
Schmerzen oder Krämpfe beim Gehen können auf eine Durchblutungsstörung hinweisen – ein häufiges Anzeichen der sogenannten Schaufensterkrankheit (PAVK).
Eine eingeschränkte Durchblutung kann zu kalten Füßen oder Händen sowie Taubheitsgefühlen führen.
Ein Druckgefühl oder Schwellungen in den Beinen treten oft bei Venenerkrankungen wie Krampfadern auf.
Wunden an Füßen oder Beinen, die nur langsam heilen, können auf eine ernsthafte Durchblutungsstörung hinweisen.
Deutlich sichtbare Venen unter der Haut sind ein typisches Zeichen für Varizen (Krampfadern) und gehen häufig mit Schwellungen, Spannungsgefühlen oder Schmerzen einher.
Plötzliche Seh-, Sprach- oder Bewegungsstörungen können Anzeichen einer Durchblutungsstörung der Halsschlagader sein und erfordern sofortige ärztliche Abklärung.
Eine Behandlung in der Gefäßchirurgie erfolgt individuell abgestimmt und nach einem klar strukturierten Ablauf.

Im persönlichen Vorgespräch erfolgt eine klinische Untersuchung inklusive Gefäßstatus, ergänzt durch Ultraschall- und Doppleruntersuchung. Bei Bedarf plane ich weitere bildgebende Diagnostik wie CT oder MR.
Je nach Befund erfolgt die Therapie konservativ, interventionell oder operativ. Operationen meiner Ordinationspatientinnen und -patienten führe ich persönlich durch, häufig mit minimalinvasiven Techniken.
Nach der Behandlung begleite ich Sie durch regelmäßige Kontrollen und Nachsorgetermine, um den Heilungsverlauf zu überwachen und langfristige Ergebnisse zu unterstützen.
Bei Beschwerden wie Schmerzen in den Beinen beim Gehen, Schwellungen, sichtbaren Krampfadern oder schlecht heilenden Wunden ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll. Auch bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen oder familiärer Vorbelastung empfehle ich regelmäßige Kontrollen. Zur Vorbeugung eines Schlaganfalls kann auch bei beschwerdefreien Patientinnen und Patienten eine Untersuchung der Halsschlagader sinnvoll sein.
Die Dauer hängt von der Erkrankung und dem gewählten Verfahren ab. Endovaskuläre Eingriffe wie Stent-Implantationen dauern oft nur 1 bis 2 Stunden, viele können ambulant oder mit kurzem stationären Aufenthalt durchgeführt werden. Größere offene Operationen wie Bypassanlagen können mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Bei Operationen im öffentlichen Krankenhaus (Klinik Floridsdorf) sind die Kosten durch die Sozialversicherung gedeckt. Bei Eingriffen in Privatspitälern hängt die Kostenübernahme von Ihrer Zusatzversicherung ab. Gerne berate ich Sie individuell.
Nach der Indikationsstellung kann ein Operationstermin meist innerhalb weniger Wochen vereinbart werden. Bei dringenden Eingriffen ist eine kurzfristige Planung möglich.
Die meisten gefäßchirurgischen Eingriffe können heute minimal-invasiv durchgeführt werden und sind mit nur geringen Beschwerden verbunden. Größere Operationen erfolgen unter Vollnarkose oder regionaler Betäubung. Eine moderne Schmerztherapie sorgt für einen möglichst angenehmen Heilungsverlauf.
Eine gesunde Lebensweise ist der wichtigste Schutz: regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, Verzicht auf Rauchen und gute Einstellung von Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker. Bei familiärer Vorbelastung oder bestehenden Risikofaktoren empfehle ich regelmäßige Kontrolluntersuchungen, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Vor dem Eingriff besprechen wir gemeinsam, welche Medikamente abgesetzt oder fortgeführt werden sollen. Sie erhalten eine schriftliche Anleitung mit allen wichtigen Informationen zur Vorbereitung.
Auch nach dem Eingriff stehe ich Ihnen für Kontrollen und Fragen in meiner Ordination zur Verfügung. Die Nachsorge ist ein wichtiger Teil der Behandlung.